Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Myasthenia gravis

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 

Links zu Myasthenia gravis

Wenn Sie mehr über das Krankheitsbild der Myasthenia gravis erfahren wollen, können Sie sich hier die Patientenbroschüre („Myasthenie im Fokus“) und einen Patientenausweis („Myasthenie“) herunterladen.

Patientenbroschrüre „Myasthenie im Fokus“

Patientenausweis „Myasthenie“

Langfassung der Leitlinie „Myasthenia gravis und Lambert-Eaton-Syndrom, Diagnostik und Therapie
www.awmf.org

Deutsche Myasthenie Gesellschaft (DMG)
www.dmg-online.de

Regionale Selbsthilfegruppen der Deutschen Myasthenie Gesellschaft (DMG)
www.dmg-online.de

Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM)
www.dgm.org

Deutschen Gesellschaft für Neurologie e.V (DGN)
www.dgn.org

10. September 2020
Durch den mit Multiple Sklerose einhergehenden Verlust von Selbstständigkeit kann es bei den Betroffenen zu seelischen Folgen kommen.
  
24. August 2020
Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft sowie die Landesverbände sind die erste Anlaufstelle für Betroffene mit Multipler Sklerose.
  
13. August 2020
MS-Patienten leiden häufig unter Schmerzen unterschiedlichster Art. Hier ist es wichtig, die individuell passende Schmerztherapie zu finden.
  
30. Juli 2020
Im Internet, z. B. auf den Seiten der DMSG-Landesverbände, finden MS-Betroffene Listen mit Selbsthilfegruppen und Kontaktkreisen.
  
Diagnose Myasthenia-gravis

Bei der Diagnose von Myasthenia gravis wird der Arzt den Patienten im Rahmen der Anamnese nach sichtbaren und spürbaren Symptomen der Krankheit befragen. Diese sind hängende Augenlider, Beschwerden mit der Gesichtsmuskulatur, die etwa beim Kauen, Schlucken oder Sprechen zu bemerken sind, oder rasche Ermüdungserscheinungen der Körpermuskulatur. Im Rahmen von Bewegungstests kann der Arzt seinen bisherigen Verdacht erhärten. Sollten genügend Hinweise auf eine Erkrankung an Myasthenia gravis bestehen, wird der Arzt verschiedene Untersuchungen anordnen. So können etwa anhand einer Blutuntersuchung die verantwortlichen Antikörper identifiziert werden, mittels der Elektromyografie können Muskelfunktionen gemessen werden.

Myasthenia gravis ist eine Autoimmunerkrankung, die sich auf die Muskulatur auswirkt und eine Muskelschwäche zur Folge hat. Bei einer Erkrankung an Myasthenie ist die Impulsübertragung zwischen Nerv und Muskel gestört, sodass der Muskel keine oder falsche Signale erhält. Mediziner vermuten, dass die Thymusdrüse als Teil des Immunsystems maßgeblich an der Entstehung einer Myasthenia gravis beteiligt ist, da fast alle Patienten eine Schwellung der Thymusdrüse aufweisen. Myasthenia gravis kann in jedem Alter auftreten, besonders häufig ist die Entstehung jedoch zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr. Warum Frauen öfter und stärker an Myasthenie erkranken, ist bislang wissenschaftlich nicht geklärt.

Die Entstehung von Myasthenia gravis verbleibt trotz intensiver Forschung bislang weitestgehend ungeklärt. Mediziner konnten zwar feststellen, dass diese Autoimmunerkrankung oft infolge von Infektionskrankheiten wie Grippe oder nach bakteriellen Infektionen, Impfungen oder chirurgischen Eingriffen entsteht. Warum jedoch genau fehlgesteuerte Antikörper entstehen, die die körpereigenen Zellen angreifen, bleibt unklar. Die Entstehung von Myasthenia gravis beginnt zumeist mit einer Erschlaffung des Augenlides, Sehstörungen und Zuckungen der Augen. Bei rund der Hälfte der Betroffenen verbleibt die Krankheit auf dieser Stufe. Bei einem Teil der Patienten treten jedoch schwerwiegendere Symptome auf. Dabei können alle Muskeln, z. B. auch Arme, Beine und Rumpf betroffen sein.