Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Myasthenia gravis

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 

Links zu Myasthenia gravis

Wenn Sie mehr über das Krankheitsbild der Myasthenia gravis erfahren wollen, können Sie sich hier die Patientenbroschüre („Myasthenie im Fokus“) und einen Patientenausweis („Myasthenie“) herunterladen.

Patientenbroschrüre „Myasthenie im Fokus“

Patientenausweis „Myasthenie“

Langfassung der Leitlinie „Myasthenia gravis und Lambert-Eaton-Syndrom, Diagnostik und Therapie
www.awmf.org

Deutsche Myasthenie Gesellschaft (DMG)
www.dmg-online.de

Regionale Selbsthilfegruppen der Deutschen Myasthenie Gesellschaft (DMG)
www.dmg-online.de

Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM)
www.dgm.org

Deutschen Gesellschaft für Neurologie e.V (DGN)
www.dgn.org

10. Oktober 2019
MS-Betroffene sollten bei der Studienwahl darauf achten, ein Fach zu wählen, bei dem ihre Erkrankung im späteren Berufsleben kein Problem darstellt.
  
04. September 2019
Frauen erkranken häufig früher als Männer an MS. Dies kann u. a. Einfluss auf die Libido oder einen möglichen Kinderwunsch haben.
  
29. August 2019
Durch ein Rollstuhltraining können MS-Patienten den sicheren Umgang mit dem Rollstuhl erlernen.
  
22. August 2019
Die Diagnose MS stellt die gesamte Zukunftsplanung auf den Kopf. Umso wichtig ist es, möglichst lange weiterhin ein selbstbestimmtes Leben führen zu können.
  

Die Entstehung von Myasthenia gravis verbleibt trotz intensiver Forschung bislang weitestgehend ungeklärt. Mediziner konnten zwar feststellen, dass diese Autoimmunerkrankung oft infolge von Infektionskrankheiten wie Grippe oder nach bakteriellen Infektionen, Impfungen oder chirurgischen Eingriffen entsteht. Warum jedoch genau fehlgesteuerte Antikörper entstehen, die die körpereigenen Zellen angreifen, bleibt unklar. Die Entstehung von Myasthenia gravis beginnt zumeist mit einer Erschlaffung des Augenlides, Sehstörungen und Zuckungen der Augen. Bei rund der Hälfte der Betroffenen verbleibt die Krankheit auf dieser Stufe. Bei einem Teil der Patienten treten jedoch schwerwiegendere Symptome auf. Dabei können alle Muskeln, z. B. auch Arme, Beine und Rumpf betroffen sein.

Diagnose Myasthenia-gravis

Bei der Diagnose von Myasthenia gravis wird der Arzt den Patienten im Rahmen der Anamnese nach sichtbaren und spürbaren Symptomen der Krankheit befragen. Diese sind hängende Augenlider, Beschwerden mit der Gesichtsmuskulatur, die etwa beim Kauen, Schlucken oder Sprechen zu bemerken sind, oder rasche Ermüdungserscheinungen der Körpermuskulatur. Im Rahmen von Bewegungstests kann der Arzt seinen bisherigen Verdacht erhärten. Sollten genügend Hinweise auf eine Erkrankung an Myasthenia gravis bestehen, wird der Arzt verschiedene Untersuchungen anordnen. So können etwa anhand einer Blutuntersuchung die verantwortlichen Antikörper identifiziert werden, mittels der Elektromyografie können Muskelfunktionen gemessen werden.

Bereits im 17. Jahrhundert wurden die Symptome der Myasthenia gravis erstmalig beschrieben. Erst für das 19. Jahrhundert kann jedoch von einer systematischen Erforschung der Symptome der Myasthenia gravis anhand von Fallanalysen gesprochen werden. Die Britin Mary Broadfoot Walker veröffentlichte 1934 einen medizinischen Fachartikel, in dem sie die bis heute gängigste Methode der medikamentösen Behandlung von Myasthenie beschrieb. Die Ursachen der Myasthenia gravis sind bis heute zwar nicht vollständig erforscht, doch bedeutet eine positive Diagnose heute keine verkürzte Lebenserwartung mehr. Medizinern stehen mittlerweile diverse Therapieformen zur Verfügung, um die verschiedenen Formen und Ausprägungen der Myasthenie zu behandeln.